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Das (Intensiv) Betreute Wohnen ist eine lebensweltorientierte Form der stationären Jugendhilfe für Jugendliche ab 16 Jahren und junge Erwachsene. Grundlegende Fähigkeiten zur Selbstversorgung und Alltagsorganisation sowie der Wille zur Mitwirkung müssen vorhanden sein.

Rechtsgrundlagen
Das Angebot der Hilfe zur Erziehung ist nach dem SGB VIII, insbesondere nach den §§ 8a, 27, 3, 4, 36, 41 in Ausnahmen auch in Verbindung mit den §§ 13.3 und 35a geregelt.

Zielgruppe

  • Jugendliche und junge Erwachsene, die keine festen Gruppenbezüge und keine "Rund-um-die-Uhr"-Betreuung mehr benötigen sowie die nötige Realitätsbezogenheit aufbringen
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die auf eine eigenständige Lebensführung bzw. auf die Rückkehr in die Herkunftsfamilie vorbereitet werden sollen
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die aufgrund von Entwicklungsverzögerungen/-defiziten noch nicht in der Lage sind, selbständig und eigenverantwortlich einen Haushalt zu führen
  • Jugendliche und junge Erwachsene, die durch Störungen im Sozial-, Arbeits- und Leistungsverhalten sozialpädagogische Unterstützung und Anleitung zur Alltags- und Lebensbewältigung benötigen
  • unbegleitete, minderjährige Jugendliche, die ein hohes Maß an Autonomie nach der Flucht aus ihrem Herkunftsland aufweisen und bei denen eine engmaschige Betreuung nicht geeignet erscheint

Der junge Mensch wird in einer von uns angemieteten Wohnung intensiv durch eine pädagogische Fachkraft im Alltag und den damit verbundenen Herausforderungen begleitet und unterstützt. Die Betreuung erfolgt im Betreuten Wohnen mit einem Umfang von 8 Wochenstunden, im Intensiv Betreuten Wohnen mit 12 Wochenstunden. Die Betreuung erfolgt regelmäßig zu vereinbarten Zeiten, überwiegend in der Wohngung der/des Betreuten oder im Büro der pädagogischen Fachkräfte. Der Dienst der Fachkräfte passt sich dem individuellen Bedarf der jungen Menschen an, zudem ist die betreuende pädagogische Fachkraft über ein Diensthandy erreichbar. Pädagogische Fachkräfte mit unterschiedlichen Qualifikationen und langjähriger Berufserfahrung bieten Beratung, Begleitung und Unterstützung bei:

  • Haushaltsführung und Alltagsgestaltung
  • Finanzen und Behördenangelegenheiten
  • Freundschaften, Partnerschaft und Familie
  • Schule/ Ausbildung/ berufliche Perspektive
  • Bewältigung von Krisen

Eine Notfallrufbereitschaft wird wochentags zwischen 20 Uhr und 8 Uhr, an den Wochenenden sowie an den Feiertagen ganztags über die stationäre Kinder- und Jugendwohneinrichtung "Haus an der Burg" des Diakonievereins gewährleistet.

Ziele

  • individuelle Persönlichkeitsentwicklung, Nutzung individueller Ressourcen
  • Alltagsbewältigung, Bewältigung von Krisen
  • größtmögliche Selbständigkeit im lebenspraktischen Bereich (u.a. Umgang mit Geld, Haushaltsführung usw.), gesunde Lebensführung
  • Erhalt des familiären Bezugssystems (sofern möglich), Auf- und Ausbau sozialer Beziehungen, verantwortlicher Umgang mit Sexualität und Partnerbeziehung, Integration in die Gesellschaft/ Gemeinschaft
  • individuelle Bildungs- und Ausbildungsperspektiven, Entwicklung von Normen und Werten/ Bewusstsein für Staat und Gesellschaft, Verständnis für Multikultur schaffen

 

Kontakt:
Pädagogische Leiterin Kristin Voigt
Burghof 1, 39218 Schönebeck

Tel.: 03928 67705
Fax: 03928 716-112
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